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Ö- Tour 13.1 Inntal & Waldneralm

Bundesland: TIROL                   Gebiet: Innsbruck - Land              1.330 Hm              37 Km  

Zu Beginn ist die ORIGINALTOUR relativ einfach zu fahren. AKTIV Von Ampass bis Tulfes, leicht hügelig, oberhalb des Inntals. Die Mautstraße von Gnadenwald bis zur Hinterhornalm ist asphaltiert, hat ein traumhaftes Panorama und auf 6 Kilometer etwa 600 Höhenmeter. AKTIV+ Aber die Anstrengung lohnt sich. Tourenvarianten wie immer am Ende des Berichtes. Hier gibt es besonders viele Tipps für Familien mit Kindern.

 

SCHON GEWUSST? Hinterhornalm und Waldneralm gehören bereits zum Karwendelgebiet. Ein wunderschönes Wandergebiet mit herrlichem Panorama, zahlreichen Wandermöglichkeiten und einfachen Klettersteigen.


Zwei Monate sind seit meiner letzten Mehrtagestour vergangen, als es mich erneut nach Tirol zieht. Diesmal ins Tiroler Unterland, in die Gegend rund um Innsbruck. Das Wetter meint es gut mit mir. Der Himmel strahlt in kräftigem Blau und die Temperaturen sind genau richtig für einen langen Tag auf dem Fahrrad.

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© babebi-ontour.com

Gegen elf Uhr starte ich in Ampass. Einen ausgefeilten Tourenplan habe ich heute nicht. Manchmal ist das vielleicht sogar besser so. Über Rad- und Waldwege geht es Richtung Mühlsee. Viel zu sehen bekomme ich dort allerdings nicht. Bäume und Zäune verstecken das Wasser fast vollständig. Ganz anders beim Lanser Moor und dem Lanser See. Schon auf dem Weg dorthin komme ich an einer beeindruckenden Sport- und Freizeitanlage vorbei. Pumptrack, Spielplatz, Sportflächen – endlich einmal etwas, das nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche gemacht wurde.

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© babebi-ontour.com

Von Lans radle ich gemütlich weiter über kleine Gemeindestraßen nach Sistrans, Rinn und schließlich nach Tulfes. Dort entdecke ich direkt an der Straße eine kleine Verkaufshütte. Äpfel, Marmeladen, Schnäpse, Säfte und Krapfen werden angeboten. Eigentlich möchte ich nur einen Apfel kaufen. Als ich an der Reihe bin, reicht mir die freundliche Verkäuferin einen wunderschönen Galaapfel und lehnt jede Bezahlung entschieden ab. Ihr Name ist Fini. Wir kommen ins Plaudern. Woher ich komme. Wohin ich fahre. Als ich ihr erzähle, dass ich ins Halltal möchte, schaut sie mich kurz an und sagt: „Fahr lieber auf die Walderalm.“

 

Und dann erzählt sie mit einer solchen Begeisterung von diesem Platz, dass mein ursprünglicher Plan innerhalb weniger Minuten Geschichte ist. Bevor ich mich verabschiede, drückt sie mir sogar noch zwei weitere Äpfel in die Hand. Danke, liebe Fini für deine Empfehlung und die gesunde Jause. 

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Zunächst führt mich mein Weg nach Hall in Tirol. Mein erster Stopp ist natürlich der Münzturm der Burg Hasegg. Hier wurden einst Münzen geprägt, deren Name später um die Welt reisen sollte. Der „Taler“ gilt nämlich als Namensgeber des heutigen Dollars. 

Noch mehr beeindruckt mich allerdings die Altstadt von Hall. Enge Gassen, bunt bemalte Fassaden, Kopfsteinpflaster und historische Gebäude verleihen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre. Ich frage mich ernsthaft, warum ich bisher nie hier gewesen bin. Wenn ich wieder einmal in der Gegend bin, werde ich mir deutlich mehr Zeit nehmen um diese charmante Städtchen zu durchwandern.

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Von Hall geht es weiter Richtung Gnadenwald. Dort genieße ich auf einer Bank den ersten Apfel von Fini. Saftig, süß und genau das Richtige für einen Radtag. Schon bald beginnt die Auffahrt zur Hinterhornalm und weiter zur Walderalm. Entgegen meiner Erwartungen führt kein Schotterweg nach oben, sondern eine asphaltierte Mautstraße. Die Strecke schlängelt sich in zahlreichen Kehren bergauf und mit jedem Höhenmeter wird der Blick ins Inntal beeindruckender.

Je länger der Anstieg dauert, desto mehr wird mir bewusst, dass mit heuer noch das „Schmalz“ in den Oberschenkeln fehlt. Nach sechs Wochen ohne nennenswerte Radtouren aber kein Wunder. Obwohl die Steigung eigentlich gut fahrbar wäre, muss ich immer öfter pausieren. Aufgeben ist natürlich keine Option. Als die Musik in meinen Oberschenkeln endgültig aufhört zu spielen, steige ich einfach ab und schiebe die letzten Meter zu Hinterhornalm.

Früher hätte mich das vielleicht geärgert, aber heute fällt mir deswegen kein Zacken mehr aus der Krone.

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Der Blick über Innsbruck und das Inntal ist grandios, aber ich radle weiter, denn schließlich möchte ich sehen, warum Fini so geschwärmt hat. Nach wenigen Minuten über einen steinigen Forstweg stehe ich schließlich vor der Walderalm und sofort verstehe ich, was sie gemeint hat. Vor mir erhebt sich das gewaltige Karwendelmassiv. Schroffe Felsen, grüne Almwiesen und eine Aussicht, die man nur schwer in Worte fassen kann. Die Walderalm gilt nicht ohne Grund als einer der schönsten Aussichtspunkte der Region.

Ich genieße den Moment, mache Fotos und stelle fest, dass die Alm heute eigentlich geschlossen hat. Aus meinem geplanten Mittagessen wird daher nichts. Zum Glück wartet noch Fini´s Apfel Nummer drei in meinem Rucksack.

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Auf dem Rückweg rolle ich über Gnadenwald Richtung Thaur und Rum. Das Inntal zeigt sich einmal mehr als Paradies für Radfahrer. Überall verlaufen kleine Nebenstraßen und ruhige Verbindungswege. Wer gerne Rennrad fährt, findet hier beinahe unendliche Möglichkeiten. Kurz vor dem Ziel lande ich allerdings noch in einem kleinen Navigationsabenteuer. Am Freizeitgelände von Ampass scheinen sämtliche Wege in Sackgassen zu enden. Schrebergärten – Sackgasse. Golfplatz – Sackgasse. Noch ein Weg – wieder Sackgasse. Erst eine freundliche Hundebesitzerin erlöst mich aus meiner Orientierungslosigkeit und zeigt mir einen versteckten Weg über den Hundeabrichteplatz und eine Unterführung zurück Richtung Ampass und zu Bella.

 

Während ich das Fahrrad verlade, denke ich an diesen Tag zurück. Die schönen Eindrücke, das nette Gespräch und die wundervollen Ausblicke. Manchmal sind es nicht die geplanten Wege, die uns begeistern, sondern die Empfehlungen von Menschen, die wir unterwegs treffen.

 

FAZIT: Die Region rund um Hall in Tirol, Gnadenwald und die Walderalm bietet eine beeindruckende Mischung aus Kultur, Natur und sportlichen Möglichkeiten. Besonders die historische Altstadt von Hall und die Aussicht von der Walderalm machen diese Tour zu einem echten Geheimtipp. Wer schöne Radstrecken, herrliche Ausblicke und authentische Begegnungen schätzt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.


Varianten zur Tour

WANDERUNG: Für Familie und gemütliche Genusswanderer

Lanser See, Seerosenweiher und Mühlsee. Highlight für Kinder ist der Lanserpark.


RADTOUR: Für aktive Radler, E-Biker und Kurzstrecke Rennradfahrer.

Eine Rundtour durch Tiroler Unterland mit TOP TIPP Hall in Tirol. Sehr schöne Altstadt!


RADTOUR: Für sehr aktive Radler, E-Biker und  Rennradfahrer.

Von Hall bis Gnadenwald, Mautstraße bis Hinterhornalm. Tour mit grandiosem Ausblick


WANDERUNG: Für gemütliche Genusswanderer.

Anfahrt über die Mautstraße ab Gnadenwald. Die Tour ist für jeden leicht zu schaffen.


RADTOUR: Für aktive Rennradfahrer

Endlosschleife Tiroler Unterland. Pro Runde

820 Höhenmeter und 34 Kilometer


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