Bundesland: KÄRNTEN Gebiet: Karnische Alpen 7Km 770Hm
Die ORIGINALTOUR ab der Hubertuskapelle weißt eine gleichmäßig, teilweise knackige Steigung auf, ist jedoch niemals extrem steil oder gar ausgesetzt. Wenn möglich sollte man schon zeitig am Morgen starten, um den Schatten der Felsen zu nutzen. Hin- und Rückweg an einem Tag sind auf jeden Fall möglich. Fitnesslevel AKTIV+
SCHON GEWUSST? Im Ersten Weltkrieg war das Gebiet um den Wolayersee ein heftig umkämpftes Frontgebiet zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Aufgrund eines Übermittlungsfehlers zum Waffenstillstand im November 1918 kämpften die Italiener jedoch länger als die Österreicher, was in den letzten Kriegsstunden zu vielen unnötigen Opfern führte.
Auf die heutige Wanderung freue ich mich schon seit langem. Bei meiner Weitwanderung über den Karnischen Höhenweg hat mich der Wolayersee besonders beeindruckt. Deshalb habe ich meiner Schwester zum runden Geburtstag dort eine Hüttenübernachtung geschenkt. Heute lösen wir den "Gutschein" ein. Mit dabei meine älteste Schwester, die Ehemänner und meine Tochter Katharina. Wir starten zwar schon in aller Herrgotts Frühe von zu Hause, die Strecke bis zum Ausgangspunkt zieht sich jedoch in die Länge. Erst bis Kötschach Mauthern, dann weiter durch die schmale Straße ins Lesachtal. Kurz nach "Birnbaum" biegt man dann nach Nostra ab und fährt hier noch mehrere Kilometer bis zum Wanderparkplatz bei der Hubertuskapelle. Wenn es sich anfühlt wie eine Weltreise und du denkst: "Das kann jetzt nimmer stimmen, dann bist du auf dem richtigen Weg. "😁 Und keine Sorge, es ist auch nicht das Ende der Welt. Weitere Zustiegsmöglichkeiten sind ab dem Plöckenpaß, der Valentin Alm oder über die italienische Seite ab dem Parkplatz an der Rifugio Tolazzi.
Heute ist der bisher heißeste Tag des Jahres gemeldet. Als wir am späten Vormittag loswandern ist das besonders im Talkessel schon deutlich zu spüren. Obwohl wir darauf vorbereitet sind, das es heiß wird, sind wir "durchgebraten" bis wir endlich kühlenden Wald erreichen.
Rings um uns türmen sich imposante Felsen, Wasser um die Trinkflasche aufzufüllen und sich abzukühlen gibt es hier zum Glück ausreichend. Wir verlassen den schützenden Schatten des Waldes und schrauben uns über eine staubige Bergstrasse nach oben.
Schließlich erreichen wir den Almboden der unteren Wolayeralm. Kühe, Pferde und ein "Brunntrog" mit kühlen Getränken. Wir nehmen im "Wohnzimmer" von Senner Johannes Platz, genießen eine kalte Cola und lauschen dabei seinen Geschichten. Er erzählt voller Begeisterung vom vierten Almsommer mit seinen 10 Pferden und 129 Kühen um die er sich hier kümmert. Wie schön seine Augen bei diesen Erzählungen leuchten.
Noch ein Anstieg, ein weiterer Almboden und unser Ziel rückt in greifbare Nähe. Den letzten Anstieg kann man sowohl über die Forstrasse, als auch über einen steilen, aber ein wenig schattigen Wanderweg bewältigen. Und dann liegt er vor uns. Der unbeschreiblich schöne See mit der Hohen Warte im Hintergrund.
Während sich die Männer ein kühles Bier gönnen, gönnen wir uns ein Bad im kühlen Nass. Ich jauchze vor Glück, schwimme, tauche unter und fühle mich einfach nur lebendig und dankbar. Den Tag verbringen wir mit schwimmen, genießen, einem ausgesprochen leckeren Abendessen und plaudern. Lediglich die Laune der Wirtsleute ist unberechenbar wie das Wetter in den Bergen. Schade, aber nicht mein Problem. Dafür ist der Hauskater ausgesprochen reizend. 🐈⬛
Am nächsten morgen begrüßen wir die Sonne auf einem Hügel nahe der Hütte, frühstücken, springen nochmal in den See und machen uns wieder auf den Heimweg. Was für ein unvergessliches Wochenende.
FAZIT: Der Wolayersee ist für mich einer der schönsten Seen in denen ich bisher schwimmen durfte. Die nahen Felsen der Hohen Warte machen diesen kristallklaren Bergsee zu einem wahren Paradies.








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