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Ö- Tour 22a Skitour Penkkopf Großarl

Bundesland: SALZBURG                    Gebiet: Pongau                770 Hm                    11,5Km

Diese Skitour im freien Gelände ist für Personen mit dem Fitnesslevel AKTIV+ und SPORTLICH geeignet. Der Aufstieg sowie die Abfahrt sind moderat und nicht extrem anspruchsvoll. Die Lawinengefahr ist im Normalfall eher gering. Entsprechende Ausrüstung, Lawinenpieps und Schaufel sowie gutes skifahrerisches Können sind trotzdem notwendig. Wem die Tour zu kurz ist, kann weiter aufs Gründegg oder die Kitzstein Gabel. Keine Einkehrmöglichkeit!
ACHTUNG: Bei der Abfahrt habe ich mich im unteren Teil verfahren, und bin auf die andere Seite des Grabens gekommen. Bitte eher rechts halten!!

 

SCHON GEWUSST? Die unzugänglichen Höhlen und Felsenlöcher oberhalb der Liechtensteinklamm auf Großarler Gemeindegebiet werden "Heidenlöcher" genannt und dienten dem gleichnamigen Film von Wolfram Paulus als Inspiration für den Filmtitel.


In der Nacht hat es ein wenig geschneit, die Wetterlage ist perfekt und deshalb entscheide ich mich heute für eine kleine Skitour im freien Gelände. Mein Ziel.... Der Penkkopf in Großarl. Wie schon bei meiner Ö-Tour 12, starte ich beim Parkplatz "Sonnegg Brücke". Am Startpunkt teste ich meinen Lawinenpieps.... paßt. Bis zur Breitenebenalm folgt die Spur dem Sommerwanderweg durch den Wald. Die Luft ist angenehm frisch und nicht zu kalt, zwischendurch blinzelt immer wieder die Sonne durch die Wolkendecke. Meine Gedanken und mein Herz sind in diesem Moment ganz bei den Menschen in Osteuropa. Einen Krieg führen zu müssen, den keiner will. Gegen Mitmenschen die einem nie geschadet haben. Von heute auf morgen bricht deine Welt zusammen. Nur weil EIN einzelner Mensch einen irren Plan verfolgt. Unnötig, unmenschlich, grausam. Ich werde auf jeden Fall die ganze positive Energie, die mir diese Skitour heute schenkt in Gedanken an die Bürger in der Ukraine und in Russland schicken. Das Einzige, was ich glaube, tun zu können. Und das werde ich so lange beibehalten, bis dieser Wahnsinn ein Ende hat.

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Vorbei an der Breitenebenalm, zieht die Spur rechts, in Serpentinen immer höher und höher. Die Stimmung ist im Moment irgendwie mystisch. Vor mir sehe ich zwei Tourengeher, von denen einer schließlich umdreht. Es ist ihm zu anstrengend meint er. Auch hat er Nasenbluten. Eine sehr gute Entscheidung. Oft ist Nachgeben ein Zeichen von Stärke. Und wie man in diesem Fall sieht, soll man eine Tour im freien Gelände niemals unterschätzen, auch wenn sie als einfach eingestuft ist. Man ist nicht jeden Tag in derselben körperlichen Verfassung, manchmal bereitet einem auch die Höhe Probleme. 

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Ich fühle mich zum Glück blendend und obwohl ich immer wieder stehenbleibe und das Panorama genieße, komme ich ganz flott voran. Nach 1 Stunde und 25 Minuten habe ich den Gipfel erreicht. Es herrscht recht reges Treiben hier heroben. Die Meisten sind von der "Kleinarler Seite" aufgestiegen wie es scheint. Aber das Plateau ist groß genug und so haben hier alle genug Platz um die herrliche Aussicht zu genießen, eine Pause einzulegen und Bilder zu machen.

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Wolkenfetzen und tiefblauer Himmel wechseln sich ab. Die Sonne bahnt sich immer wieder den Weg durch das Grau. Ich liebe es, wenn sich die Stimmung innerhalb von Sekunden völlig verändert. 

Zeit zur Abfahrt, denn ich habe heute noch eine Schlittenpartie mit meinen Kids beim Lammwirt in Großarl geplant. Die Bedingungen sind perfekt. Unberührte Hänge. Der Tiefschnee ist weich wie Staubzucker und als dann auch noch die Sonne durch die Wolken kommt, kann ich nicht anders. Ich muss mein Glück herausschreien. Es ist einfach so wundervoll hier in den Bergen!!

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Dummerweise passe ich nicht auf und folge einer Spur, die mich dann ganz wo anders hinbringt, als ich eigentlich möchte. Als ich meinen Fehler bemerke ist es zu spät. Zwischen mir und Bella ist ein unüberwindbarer Graben. Totalo, egalo, denn laut Navi führt auch dieser Weg auf die Straße, allerdings muß ich dann wieder ein ziemliches Stück bergauf gehen um zurück zum Auto zu gelangen. Aber wie immer habe ich Glück. Der Schöpfer der Spur der ich gefolgt bin, steht noch am Parkplatz und packt gerade seine Skier ins Auto. Ich erzähle ihm mit einem charmanten Lächeln von meinem dummen Mißgeschick und frage frei heraus, ob er denn so nett wäre, mich zum Startplatz meiner Tour zu fahren. Das macht der Christian aus Landshut sehr gerne und so bin ich wenige Minuten später wieder bei Bella. Eine geniale Tour kann ich euch sagen. 


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